Bauzeichnerin
Seit 1990 arbeite ich als Bauzeichnerin. In unserem Planungsbüro fertigte ich Zeichnungen für Projekte im Straßen-, Gleis- und Landschaftsbau an. Die ersten Jahre wurde alles noch mit Tusche und Skripent auf Transparentpapier gezeichnet und die fertigen Pläne mit Hilfe einer Lichtpause (mit Ammoniak!!) vervielfältigt.
Dann kam die Zeit, in der die Projektanten immer mehr am Computer gearbeitet und so viele Zeichnungen selbst bearbeitet hatten. Da kam ich mir fast überflüssig vor und hoffte nur, dass ich trotzdem weiterhin gebraucht werde.
Endlich hatte ich dann auch meinen Computer. Wir arbeiteten mit dem CARD/1-Programm. Dazu gab es aber keine Lehrgänge- die waren zu teuer. Mit Hilfe meiner Kollegen habe ich mich Stück für Stück so in dieses Zeichenprogramm eingearbeitet, dass ich viel schneller als die Projektanten war.
 


Das ist eine Detailzeichnung einer Rampe eines Combibordes an Straßenbahnhaltestellen.


Trotzdem kam die Zeit, als die Aufträge recht knapp waren, dass ich die Kündigung erhalten hatte. Das war eine schwierige Umstellung. Da ich aber weiterhin für die Firma gezeichnet hatte (Hinzuverdienst war ja möglich), blieb ich einerseits auf dem Laufenden und andererseits hatte ich eine Aufgabe - das ist ja bei Arbeitslosen das größte Problem.
In dieser Zeit konnte ich an einem Lehrgang für AUTO-CAD teilnehmen, verbunden mit der 3D- Darstellung. Das Grundprogramm von AUTO-CAD ist "dumm", erst mit seinen speziefischen Modulen wird es zu einem großen Helfer. Was man mühsam mit dem Grundprogramm sich aufbaut, ist mit einem Modul in kurzer Zeit gezeichnet. Das habe ich beim ADT (ein Architektenprogamm) -Fernkurs selbst erlebt.





Das ist eine 3D-Darstellung mit Hilfe des AUTO-CAD



Damit ich nicht aus der Übung komme, hatte ich mich an die 3D-Darstellung der Frauenkirche gewagt. Zur Verfügung hatte ich einen Grundriss und Fotos aus etlichen Büchern. Dabei versuchte ich über Vergleiche etwaige Höhen und Breiten zu ermitteln. Mit dem einfachen AUTO-CAD ist das sehr mühsam. Aber ich habe es geschafft.



 
Aus mehreren Einzelteilen (damit der Rechner nicht überfordert ist und ständig abstürzt) setzt sich das gesamte Gebäude zusammen. Hier ist gut zu sehen, dass ich einen Volumenkörper gezeichnet habe, mit dem es möglich ist, Materialien zuzuordnen.




 
Um vielleicht bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen, nahm ich an einem Fernkurs der Hamburger Akademie für Fernstudien teil- ADT (Architektenprogramm)- geholfen hatte es mir jedoch nicht, da ich noch nicht in einem Architektenbüro gearbeitet hatte. Da nutzte auch ein vernünftiger Abschluss nichts. Ich hatte viele Jahre in einem Planungsbüro für Straßen-, Gleis, Landschafts- und Tiefbau gearbeitet (später konnte ich dort meine Arbeit wieder fortsetzen).





2 Beispiele, was mit diesem Programm möglich ist


 


 

Erstellt im November 2012
 
 

 
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