22-1-12

22. Januar 2012 ein Tag, den ich nicht so schnell vergessen werde

Mit meinem Freund war ich zu einem wunderschönem Wellness-Wochenende in Eibenstock. Dort gibt es einen tollen Saunapark - alles was das Herz begehrt.
Zum Abschluss wollten wir im Außengelände die russischen Banjas ausprobieren, zu denen ein Weg etwas bergab führte. Es hatte vorher etwas geschneit, seit langem der erste Schnee. Aber es taute sofort, es bildeten sich kleine Eisflächen, so dass es recht glatt wurde. Das hatten wir aber noch nicht so registriert. Es war bereits gestreut wurden und außerdem stehen da auch die Schilder "Betreten auf eigene Gefahr".
Sonst gehe ich bei solchem Wetter immer sehr vorausschauend und achtsam. Aber an diesem Tag war alles anders. Während wir uns unterhielten, sah ich mich noch einmal um, ging weiter - ohne vorher zu sehen, dass es glatt war - kam mit meinen Badeschuhen auf eine kleine Eisfläche. Der linke Fuß rutschte weg, mit dem rechten wollte ich mich abfangen. Aber das führte eher dazu, dass ich auf die Außenkante kam, dadurch
zog es mir die Beine weg und ich stürzte mit voller Wucht auf den rechten Arm. Da lag ich nun - wie es bei einem Saunabesuch so üblich ist, nur mit einem Bademantel bekleidet - und konnte vor Schmerzen nicht aufstehen, auch mit Hilfe führte kein Weg rein. Ich blieb also so wie ich war auf dem eisigen Boden liegen. Aber ich hatte sofort fleißige Helfer, die alles versucht hatten, mir die Situation zu verbessern. Irgendwie brachten sie mich in eine warme Unterkunft und versuchten mich zu beruhigen, damit der Kreislauf stabil blieb. Nach mehr als 20 Minuten - für mich eine endlos lange Zeit - kam der Notarzt und versorgte mich mit Schmerz- und Beruhigungsmitteln. Auf dem schnellsten Weg wurde ich ins Krankenhaus nach Aue gebracht. Nach dem Röntgen - eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit - stand die Diagnose: Humerus- und Radiusfrakturen.
Die Fraktur am Handgelenk wurde sofort (örtliche Betäubung) gerichtet und in Gips gelegt, während die Schulter ruhig gestellt wurde mit einer Schulterorthese. Diese hatte ich dann Tag und Nacht dran.
Da der Ellenbogen auch einen ordentlichen Schlag abbekommen hatte und nun in so einer eingequetschten Haltung ausharren musste, bildete sich ein ordentliches Hämotom. Das begleitete mich auch ein Weilchen.
Dazu kam, dass ich nur noch auf dem Rücken liegen konnte (bin eigentlich ein "Seitenschläfer") und meinen Arm sicher mit der Orthese ablegen musste. Das waren schon einige Umstellungen. Aber die richtigen Umstellungen in meinem Leben folgten noch.

Erstellt im November 2012
 
 

 
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